Die frühen Apsos in Tibet

(Text und Bilder mit freundlicher Genehmigung von Karin Acker und Susanne Borchert)

Es gab zwei Typen von Apsos in Tibet, den „normale Leute Apso“ und den „ Kloster – Apso“. Die Ersterenwaren gewöhnliche Hunde, in der Regel größer, manche sehr groß. Sie wurden „Patos“ genannt. Diejenigen Apsos, die in den Klöstern gezüchtet wurden, waren nicht gewöhnlich und wurden „Gompa-Apsos“ genannt. In den Klöstern waren manche Mönche daran interessiert, den Apsos viele Dinge beizubringen, denn sie sind sehr gute Schüler.

 

In Tibet wurden weiße Apsos bevorzugt, sie liebten aber auch schwarz wegen der spirituellen Bedeutung und ebenso die roten Lhasas, passten sie doch so gut zu ihren roten Gewändern. Wenn man diese Apsos miteinander verpaart, ergeben sie alle Farben. Manche Apsos wechseln das ganze Leben über ihre Farbe

Die Tibet Apsos wurden nur von den hohen Lamas und Adligen gezüchtet. Deshalb haben die normalen tibetischen Leute diesen Typ Apso gar nicht. Die Hunde wurden niemals verkauft, sondern nur als besondere Geschenke benutzt. Man glaubt daran, dass diese Apsos sehr gut sind und etwas Besonderes sein müssen, weil diese Hunde die größte Chance haben, sich in menschliches Leben zu verwandeln.

 

Wenn ein Mensch stirbt, könnte er, bevor er als menschliche Wiedergeburt weiter existiert, in einem dieser Apsos weiterleben. Nicht nur Lamas, sondern auch gewöhnliche Menschen, je nach ihrem Vorleben, können in diesen Apsos reinkarnieren. Ein Beispiel: Es gab einen Rinpoche, der einen solchen Apso hatte.

 

Der Rinpoche starb, sein Apso nicht viel später. Nach dem Tode des Rinpoche wurde nach seiner Reinkarnation gesucht. Unter den Kindern der neuen Generation fanden hohe Lamas zwei Knaben, die alle persönlichen Dinge des verstorbenen Rinpoche wiedererkennen konnten. Man fand bald heraus, dass einer der Knaben die Reinkarnation des Rinpoches war, der andere die Reinkarnation des Rinpoches Apso. Der Ursprung dieser Apsos ist sehr heilig.

Es gibt eine sehr schöne Legende:

Vor langer Zeit gab es in Tibet „Sako“, eine Art fliegender, gleitende, weißköpfige Tiergottheit, die Knochen aß und ihr Nest sehr hoch auf den Felsen hatte. Jedes Jahr gebar sie zwei Junge, eines mit Flügeln und eines ohne Flügel. Das letztere Junge war ein kleiner Apso. Während das beflügelte Junge leicht auf Futtersuche gehen konnte, blieb der kleine Apso am Nest und wurde von der Mutter gefüttert. Jedoch fielen ihre ersten Apsos aus dem hohen Nest und kamen zu Tode.

 

Nach einigen Jahren ähnlichem Geschehens, nahm die Mutter, nachdem das Apso-Baby groß genug war, dieses auf ihren Rücken und flog mit ihm hinunter zum Boden. So kamen also die Apsos nach Tibet.

In Tibet haben viele Leute diesen Typ von sehr kleinen Apsos gesehen, die von der Tiergöttin „Sako“ zur Erde gebracht wurden. Es gab einen Lama, der Apsos hatte, die genau wie „Sako’s“ Apsos waren. Manchmal hatten sie kein normales Haar, statt dessen hatten sie Vogelfedern (Daunen).

 

In Lhasa gab es früher viele Gompa-Apsos, aber die Chinesen haben alle vernichtet. Heute ist über die Existenz der alten Apsos nichts mehr bekannt. Die Kunst der Gompa-Zucht wurde von den jungen Lamas nicht weitergegeben , da niemand danach gefragt hatte.

(Auszüge aus einem Interview zwischen Lama Ghen Yeshi und G. D’Aoust)

Weiteres über Gerald D'Aoust und seine True Tibetan Apsos :



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